Zinnoberhaus ★ Sinnliches Lernen in Vielfalt

Das Zinnoberhaus in München ist ein Kinderhaus für Sinnliches Lernen in Vielfalt im Alter von 0-6 Jahren.

Nach intensiver mehrjähriger Planungsphase, der einjährigen Sanierung und dem Umbau der ehemaligen Privatklinik eröffnete Claudia Macho das Zinnoberhaus schließlich im Jahr 2009.

Claudia Macho, geboren in München Schwabing, Pädagogin ist Gründerin des Zinnoberhaus und hat über mehr als 10 Jahre hinweg das Konzept entwickelt und mit viel Unterstützung aus dem Team umgesetzt.

Neben den ganz persönlichen Erfahrungen  ist das auch ästhetisch sehr anspruchsvolle Konzept nicht zuletzt geprägt durch ihre langjährige unternehmerische Tätigkeit im internationalen Musik-Management.

In den letzten 10 Jahren wurde so das Zinnoberhaus Konzept „Sinnliches Lernen * in Vielfalt“ kontinuierlich weiterentwickelt.

Claudia Macho arbeitet gemeinsam im Leitungsteam mit zwei  Pädagogen und Horst Albert Guthmann. Horst Albert Guthmann ist Betriebswirt und hat über 30 Jahre internationale Erfahrung im Management davon mehrere Jahre in Bildung und Betreuung. Der Schwerpunkt von Horst Guthmann liegt neben administrativen Aufgaben in der Weiterentwicklung der Standards, Prozesse und der Verantwortungs-Kultur.

Wie skizziert geht das Zinnoberhaus mit „Sinnlichem Lernen * in Vielfalt“ über den Grundgedanken zur Inklusion hinaus und grenzt sich dabei möglichst klar vom Begriff Integration ab. Denn nur der Einschluss von Unterschiedlichkeit wird der extremen Heterogenität unserer Gesellschaft nicht gerecht. 

Zu unserem Bedauern legt die Inklusion bis heute ihren Fokus auf den Einschluss von Unterschiedlichkeiten fokussiert auf Minderheiten.

Daher scheint es uns hilfreicher die extreme Heterogenität als Faktum anzuerkennen. Gesellschaftliche Vielfalt setzt demnach voraus, dass Unterschiede gut ausgehalten werden können, ein hohes Maß an Ambiguitätstoleranz oder der Erwerb dessen erscheint hilfreich und notwendig.

Eine Gesellschaft der Vielfalt wäre also eine, in der Heterogenität als Normalität begriffen wird und in der nicht mehr unterschieden wird zwischen „der Norm entsprechend“ und „von der Norm abweichend“, sondern Verschiedenheit die Norm ist.

Unser pädagogisches Verständnis ist es, allen Beteiligten eine Erlebniswelt zu schaffen, die frei ist von sexistischen, ethnischen, äußerlichen und homophoben Diskriminierungen und Übergriffen.

Darüber hinaus ist es uns wichtig einen Raum zu schaffen, der möglichst frei von Grenzverletzungen jeglicher Art ist. Deshalb orientieren wir uns an Leitlinien. Diese Leitlinien überführen wir sukzessive in  den von uns entwickelten Index für Vielfalt. Der Index für Vielfalt prägt die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes des Zinnoberhaus.