Organisation für Vielfalt

Das Zinnoberhaus in München versteht sich als Organisation für Vielfalt in der Kinderbetreuung im Alter von 0-6 Jahren.

 

Als Claudia Macho, geboren in München Schwabing, Pädagogin, im Jahr 2005, ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes Aaron, mit der Konzeptentwicklung begann, war Integration in ausgewählten Einrichtungen in Deutschland in der Umsetzung – der inklusive Ansatz jedoch noch völlig unbekannt.

 

Nach intensiver mehrjähriger Planungsphase, der einjährigen Sanierung und dem Umbau der ehemaligen Privatklinik eröffnete Claudia Macho das Zinnoberhaus schließlich im Jahr 2009.

 

Von 2009 bis 2015 wurde das Zinnoberhaus als Einzelunternehmen geführt, im Jahr 2015 erfolgte der Wandel in die GmbH. Alleinige Geschäftsführende Gesellschafterin der Trägerin Zinnoberhaus Maxvorstadt GmbH ist Claudia Macho, zudem ist sie konzeptionelle Leitung (pädagogisches Konzept, Raumkonzept).

 

Neben den ganz persönlichen Erfahrungen  ist das auch ästhetisch sehr anspruchsvolle Konzept nicht zuletzt geprägt durch ihre langjährige unternehmerische Tätigkeit im internationalen Musik-Management.

 

Viele Jahre nach der Gründung leitete sie das Zinnoberhaus auch pädagogisch. Dies war kritisch, für die Implementierung des konzeptionellen Grundgedankens der Inklusion, gerade in der möglichst klaren Abgrenzung zur Integration. Sukzessive wurden weitere Leitungsebenen eingezogen.

 

In den letzten 10 Jahren wurde so das Zinnoberhaus Konzept „Sinnliches Lernen * in Vielfalt“ und das hierzu erforderliche Geschäfts- und Betriebsmodell kontinuierlich weiterentwickelt.

 

Seit 2018 verantwortet Horst Guthmann im Zinnoberhaus in der Maxvorstadt die Weiterentwicklung der Standards und Prozesse. Horst Guthmann studierte Betriebswirtschaft, Informatik/KI und Philosophie an den Universitäten von Zürich, Paris und Bamberg. Er war Stipendiat der Conföderation Helvetica an der Sorbonne, hält einen Master of Arts der Universität Zürich und ist Certified PMP USA. Horst Guthmann verfügt über mehr als 20 Jahre internationaler Erfahrung im Management. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die effiziente Umsetzung des Konzeptes, die Organisationsentwicklung und die Stärkung der Agilität und Verantwortungsübernahme der Zinnoberhaus Mitarbeiter.

 

Wie skizziert geht das Zinnoberhaus mit „Sinnlichem Lernen * in Vielfalt“ über den Grundgedanken zur Inklusion hinaus und grenzt sich dabei möglichst klar vom Begriff Integration ab. Denn nur der Einschluss von Unterschiedlichkeit wird der extremen Heterogenität unserer Gesellschaft nicht gerecht. 

 

Zu unserem Bedauern legt die Inklusion bis heute ihren Fokus auf den Einschluss von Unterschiedlichkeiten fokussiert auf Minderheiten.

 

Daher scheint es uns hilfreicher die extreme Heterogenität als Faktum anzuerkennen. Gesellschaftliche Vielfalt setzt demnach voraus, dass Unterschiede gut ausgehalten werden können, ein hohes Maß an Ambiguitätstoleranz oder der Erwerb dessen erscheint hilfreich und notwendig.

 

Eine Gesellschaft der Vielfalt wäre also eine, in der Heterogenität als Normalität begriffen wird und in der nicht mehr unterschieden wird zwischen „der Norm entsprechend“ und „von der Norm abweichend“, sondern Verschiedenheit die Norm ist.

 

Unser pädagogisches Verständnis ist es, allen Beteiligten eine Erlebniswelt zu schaffen, die frei ist von sexistischen, rassistischen und homophoben Diskriminierungen und Übergriffen.

 

Darüber hinaus ist es uns wichtig einen Raum zu schaffen, der möglichst frei von Grenzverletzungen jeglicher Art ist. Deshalb orientieren wir uns an Leitlinien. Diese Leitlinien überführen wir sukzessive in  den von uns entwickelten Index für Vielfalt. Der Index für Vielfalt prägt die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes des Zinnoberhaus und unterstützt den Grenzen wahrenden Umgang unter einander.